Bürgerregion am Sorpese  –  das sind Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern. Vier Städte, die einiges gemeinsam haben und seit 2015 gemeinsam an ihrer Regionalentwicklung arbeiten.

Klicken Sie sich durch die Kacheln, um mehr über die Kommunen, die Region, Nachbarn und regionale Themen zu erfahren:

Wissenswertes über die „Bürgerregion am Sorpesee“ :

Ziele & Themen für die "Bürgerregion am Sorpesee"

Ziele & Themen für die

LEADER-Partner zu sein, heißt sich gemeinsamen Herausforderungen zu stellen und kooperativ die besten Lösungen zu finden. Statt sich durch Abgrenzung nach außen zu definieren, wollen wir Leuchttürme bauen und mit gutem Beispiel in der Region vorangehen. Wir wollen LEADER sein und so ganz Südwestfalen mit voranbringen.
Eine zukunftsfähige Region muss eine lernende Region sein. Deswegen achten wir mit der Strategie darauf, Strukturen für gemeinsames Lernen zu etablieren. Wir verfügen über zahlreiche Anknüpfungspunkte. Zum Beispiel gibt es gute Erfahrungen in Sundern zum Thema modernes Vereinswesen. Erfahrungen mit der Ansprache Jugendlicher bringt Arnsberg ein. Balve hat mit dem Gesundheitscampus viel über eine innovative Daseinsvorsorge gelernt. Und Neuenrade kann mit einem Integrationszentrum („ZELIUS“) aufwarten.

Handlungsfelder, strategische Ansätze und beispielhafte Projekte

In sechs Handlungsfeldern sind die Inhalte des Entwicklungskonzepts zusammengefasst. In jedem Handlungsfeld gibt es wiederum drei strategische Ansätze, die auf zentrale Zukunftsfragen Antworten suchen. Die strategischen Ansätze werden im Entwicklungskonzept mit Projektbeispielen unterlegt, die in Zukunftskonferenzen diskutiert und mit Prioritäten versehen wurden.

1. DA SEIN - Im Handlungsfeld DA SEIN dreht sich alles um die unterschiedlichen Facetten der Daseinsvorsorge. Ziel ist es, sinnvolle, kreative, für Orte und Menschen maßgeschneiderte Lösungen auch unter den Bedin-gungen des demografischen Wandels zu finden. Wichtige Funktionen einer Dorfgemeinschaft sollen vorhanden oder gut für alle Gruppen erreichbar sein. Dabei gilt es, Dorfgemeinschaften dabei zu un-terstützen, sich selbst zu organisieren und von anderen zu lernen.

2. OFFEN SEIN - Im Handlungsfeld OFFEN SEIN sucht die Region nach einer Kultur des sich Öffnens für Menschen, die neu in die Region kommen. Ziel ist es, sich für Neues und neue Menschen, z.B. Arbeitskräfte, Erho-lungssuchende, Flüchtlinge, zu öffnen, sowohl in den gewohnten Strukturen wie Vereinen, Schulen und Kommunen als auch darüber hinaus als global vernetzte Gesellschaft. Es gilt, Kompetenzen offen zur Verfügung zu stellen. Innovative Schul- und Lern-Landschaften sind auf Offenheit für neue inhaltli-che Schwerpunkte angewiesen.

3. MOBIL SEIN - Im Handlungsfeld MOBIL SEIN geht es darum, Jugendliche und alte Menschen mobil zu machen und so den Anschluss ans öffentliche Leben oder die Ausbildungsstätte sicherzustellen sowie darum, die ge-samte Region im Inneren und nach außen mit einem nachhaltigen Verkehrsangebot zu erschließen. Ziel ist es, vom Zwang zur Autonutzung zur Wahlfreiheit zwischen unterschiedlichen, gut vernetzten Verkehrsmitteln zu kommen. Die Linienführungen sollen stärker am Bedarf der gesamten Region aus-gerichtet werden und sich zukünftig nicht mehr nur an den Zuständigkeiten der Verkehrsgesellschaften orientieren. Das Netz an öffentlichem Verkehr soll kreisgrenzenübergreifend funktionieren und so ge-staltet sein, dass die Busse dorthin fahren, wo Menschen hinwollen. So soll beispielsweise auch Aus-zubildenden der Weg vom Ausbildungsbetrieb zur Lehrwerkstätte oder zur Berufsschule ermöglicht werden. Neue, flexible Mobilitätsformen wie vernetzte Anrufbürgerbusse und E-Bikes sollen das Spektrum vervollständigen. Neben der Mobilität innerhalb der Region geht es auch um die Anbindung an die umgebenden Regionen, denn Erreichbarkeit ist ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor.

4. BEKANNT SEIN - Im Handlungsfeld BEKANNT SEIN geht es darum, die Region vom „hidden champion“ zu einem Raum zu machen, der für seine außergewöhnlichen Produkte und Erholungslandschaften bekannt ist. Ziel ist es, die Region sichtbar zu machen, als Identifikationsort für die Bevölkerung, für Gewerbetreibende, Gastronomen, Tourismus-Dienstleister und für Besucher der Region. Dabei geht es nicht um eine Ver-marktung der LEADER-Partnerschaft als abgegrenzte Einheit. Vielmehr sollen Leuchttürme weit strah-len und so das gesamte Sauerland nach vorne bringen.

5. PRODUKTIV SEIN - Im Handlungsfeld PRODUKTIV SEIN dreht sich alles um die produktiven Flächen der Region, also Wald, Landwirtschaft und Gewerbe. Ziel ist es, den Wert dieser produktiven Flächen weiter zu steigern und so für Wertschöpfung in der Region zu sorgen. Dabei sind Forst- und Landwirtschaft zentrale Akteure, auch bei der Energiewende. Ziel ist es, Holz als Baustoff der Zukunft wieder mehr zu nutzen und Bildung und Fachkräfte zu sichern. All das soll nicht zu Lasten der Umwelt gehen, sondern im Gegenteil zu einer nachhaltigen Flächenbewirtschaftung beitragen.

6. VERNETZT SEIN - Im Handlungsfeld VERNETZT SEIN kümmern sich Menschen um die Vernetzung der Region, sowohl nach innen als auch nach außen. Ziel ist es, dafür Sorge zu tragen, dass die Region auch zukünftig ein attraktiver Arbeits- und Bildungsstandort bleibt. Basis für kreative Konzepte für modernes Arbeiten und Leben und für die Teilhabe an regionalen Entscheidungsprozessen ist die Versorgung mit einer hochwertigen Internetverbindung. Produktmarketing, Dienstleistungen, touristisches Marketing und Mobilität sind auf die Vernetzung via Internet angewiesen. Auch der regionale Informationsaustausch und eine effizientere regionale Zusammenarbeit setzen zunehmend auf den Online-Dialog. Hier kann die Region von ihren Jugendlichen lernen. Ziel ist es, diese Gruppe intensiv in die Projektentwicklung einzubinden.

LEADERsein! e.V. „Bürgerregion am Sorpesee“

Hauptstraße 1+3  ·  58802 Balve

Telefon: 02375 - 9373633

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